Original paper

Ueber die Conchylienfauna der interglacialen Travertine (Kalktuffe) von Burgtonna und Gräfentonna in Thüringen.

Weiss, Arthur

Kurzfassung

Aus der Conchylienfauna der Kalktuffe von Burgtonna sind durch Hellmann, Fr. v. Sandberger, O. Speyer und Pohlig schon viele Arten bekannt geworden. Die grösste und genaueste Liste verdanken wir Fr. v. Sandberger. Durch Untersuchung dieser Kalktuffe, welche ich im Anschluss an meine Arbeit über die Conchylienfauna der Kalktuffe von Weimar und Taubach ausführte, konnte ich der Liste v. Sandberger's noch 33 neue Arten und 10 neue Varietäten zufügen, von denen 2 für das deutsche Pleistocän neu sind. Herrn Prof. Dr. O. Boettger in Frankfurt a. M., welcher einige kritische Funde bestimmte, sowie Herrn Gustos Dr. W. Pabst, welcher mir die Revision der Hellmann'schen Originale im herzogl. Museum zu Gotha gestattete, und Herrn Assessor Hocker, welcher mir seine Sammlung zur Verfügung stellte und mir durch seine Mittheilungen sehr nützte, möge hier noch besonders gedankt werden. Bevor ich zur Aufzählung der Arten gehe, will ich noch einiges über die Abhandlungen der oben erwähnten Autoren bemerken. 1. Hellmann giebt in seinen "Petrefacten Thüringens" eine Anzahl sehr ungenau bestimmter Arten an. Schon v. Sandberger wies die Ungenauigkeit der Bestimmungen nach, und ich konnte mich davon an den Originalstücken im herzogl Museum zu Gotha überzeugen. 2. Fr. v. Sandberger hat in seinen "Land- und Süsswasser-Conchylien der Vorwelt" und in seinem Schriftchen "Ueber die pleistocänen Kalktuffe der Fränkischen Alb" etc. eine genaue Liste der Arten angegeben, welche ich dieser Arbeit zu Grunde lege.