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Beiträge zur Diluvialforschung im Riesengebirge.

Vorwerg, O.

Kurzfassung

R. Schottky hat in einer fleissigen Arbeit, von der J. Partsch in seinen Riesengebirgsbüchern erklärt, dass sie von ihm "angeregt und gefördert" worden sei, aus den Ergebnissen seiner Untersuchung der Diluvial-Ablagerungen im Hirschberger Thal die Schlüsse gezogen, dass das nordische Gletschereis durch die Lücke über Lähn-Tschischdorf-Hirschberg in den Hirschberger "Einbruchskessel" gedrungen sei und die Grenze der fremden Geschiebe im Warmbrunner Thal mit einer Spitze bis zum Schloss von Hermsdorf reiche, im Schmiedeberger Thal dagegen sich nur bis zu den Torfscheunen bei Lomnitz erstrecke, der "Horst" der Stonsdorfer Berge dagegen auch das nordische Gletschereis überragt habe. Den vorglacialen Bober lässt er über Grunau, also durch den Anfang der vorerwähnten Lücke fliessen, dagegen die Sattlerschlucht bei Weltende enden und den weiteren Boberdurchbruch erst als Folge der Eissperre entstanden sein. Partsch hat dazu dann noch die Hermsdorfer Spitze der Diluvialgrenze in der Schottergrube 200 m südlich des Schlosses, die er als "Sand"-Grube bezeichnet, auf + 380 m, als höchsten nordischen Diluvialpunkt "gefestigt", die Grenze der Schottky'schen Funde nordischer Geschiebe für "die Grenze des nordischen Eises" erklärt und als Hauptsache in seinen Büchern die Vergletsherung des Riesengebirges selbst behandelt. G. Berendt in Berlin hat die Vergletscherung des Riesengebirges in einem Aufsatz behandelt, den ich noch nicht habe erlangen können. Mir ist davon nur bekannt geworden, was Partsch in seinem zweiten Buch in seiner Polemik gegen Berendt vorführt.