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Paläontologische Miscellaneen.

Oppenheim, Paul

Kurzfassung

I. 1. Ueber Tournouerella Requieni Matheron sp., eine nicht-marine Schnecke aus der provençalischen Kreide. In einer fragmentarisch gebliebenen, heute recht selten gewordenen Publication hat Munier - Chalmas im Jahre 1870 unter dem Namen Tournoueria Matheroni n. g. n. sp. eine Gastropoden-Art beschrieben, welche nach mancher Richtung ein berechtigtes Interesse erweckt. Es handelte sich um eine gedrungene, Neritinen-ähnliche Form, welche zudem die dieser Schneckenfamilie eigenthümliche Columellarplatte, mit sechs wohlentwickelten Zähnen vorsehen, erkennen liess, andererseits in der Art ihres Aufbaues, der Abplattung des letzten Umganges und seinem Absinken kurz vor der Mündung doch so viele, an Auriculaceen gemahnende Züge zeigte, dass Munier-Chalmas kein Bedenken trug, sie dieser letzteren Familie anzugliedern. Da die Veröffentlichung des Pariser Gelehrten in Folge von mancherlei Verhältnissen sich fünfzehn Jahre hinauszog, so wurde inzwischen noch 1870 von Brusina der Name Tournoueria anderweitig und zwar für eine Hydrobiiden-Gattung verwendet und so eine Neubenennung des Genus Tournoueria Mun.-Ch. nothweudig; Kilian brachte 1887 im Neuen Jahrbuche, I, p. 347 dafür den Namen Tournouerella in Vorschlag. Ich habe mich vor Kurzem in meinen "Beiträgen zur Binnenfauna der provençalischen Kreide" über diese Dinge ausführlicher verbreitet und verweise deshalb hier kurz auf p. 343 dieser Monographie. Mir schien damals der Neriten-Typus der von Munier beschriebenen Art so hervortretend, dass ich keinen Grund sah, die cretacische Form von dieser Familie auszuschließen. - Zwei Fossilien, welche ich im Jahre 1896 erhielt, haben mich in dieser meiner Anschauung schwankend gemacht und geben mir Veranlassung zu den folgenden Zeilen.