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Beiträge zur Kenntniss der Gabbro- und Serpentingesteine von Nord-Syrien.

Finckh, Ludwig

Kurzfassung

Einleitung. Schon in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts wurde durch die Reiseberichte von William Ainsworth und Joseph Russegger bekannt, dass Serpentine und Gabbrogesteine in Nord-Syrien eine nicht unbedeutende Rolle spielen. In neuerer Zeit fanden diese Mittheilungen Bestätigung durch die Ergebnisse der Reise, welche M. Blankenhorn im Frühjahr 1888 nach Syrien zum Zwecke geologischer Studien unternommen hat. Da, abgesehen von den Notizen, welche Ainsworth (1), Russegger (37) und Blankenhorn (5-10) über die makroskopische Beschaffenheit dieser Gesteine und ihr geologisches Vorkommen gegeben haben, sowie einer Bemerkung J. Roth's (36, II, p. 540) über die mikroskopische Structur eines aus der Gegend von Antiochia stammenden Serpentins und einer von S. Haughton (21, p. 253) veröffentlichen chemischen Analyse eines nordsyrisches Serpentins von unbekannten Fundort, nichts über die chemische und mineralogische Zusammensetzung dieser Gesteine, beziehungsweise deren Ursprung berichtet ist, so habe ich gern die Gelegenheit ergriffen, das mir von Herrn Blankenhorn freundlichst zur Verfügung gestellte Material einer eingehenderen Untersuchung zu unterziehen.