Original paper

Ueber Ammonites Pedernalis V. Buch.

Böhm, Joh.

Kurzfassung

L. v. Buch beschrieb 1849 den Ammonites Pierdenalis auf Grund von Material, welches F. Römer aus der Kreide von Texas mitgebracht hatte. Seine Zeichnung t. 6, f. 8 erweist sich jedoch als combinirt oder reconstruirt. Letztere Annahme wird dadurch unterstützt, dass Herr Prof. Andreae - obschon V. Buch angiebt, dass das Original sich in Hildesheim befinde - trotz sorgfältiger Nachforschung weder dieses noch ein dahinzielendes Bruchstück zu finden vermochte. Nur ein solches von 60 mm Länge (in der Peripherie gemessen) und 27 mm Höhe befindet sich im kgl. Museum für Naturkunde und erweist sich durch die z. Th. stark zerfressene Flanke als das Original zu dem letzten Viertel der V. Buch'schen Figur. Dahingegen ist die andere, auf unserer Taf. V, Fig. 1 wiedergegebene Flanke wenig verwittert, so dass ihre sehr flache Wölbung, ihr rascher (nicht steiler) Einfall zum Nabel und der wellenförmige Verlauf der Lobenlinie wohl erkennbar sind. Diese hängt von der Externseite bis über die Mitte der Flanke festonartig herab, steigt dann ein wenig an und biegt wieder abwärts steigend in den Nabel ein. Die Sättel sind breit, vierseitig, glatt. Die schmalen Loben nehmen mit dem Sinken der Suturlinie nicht allein stetig an Tiefe zu, sondern gehen auch aus ihrer anfangs schief nach innen geneigten Stellung nach und nach in die gerade über, mit dem Steigen der Suturlinie werden die Loben dagegen kürzer und nehmen bis zur Naht hin allmählich an Tiefe ab. Leider sind die im Nabel liegenden Auxiliarloben nur noch wenig deutlich. Darnach ist v. Buch's Lobendarstellung (1. c., f. 9, 10) zu berichtigen. Indem analog den Gattungen Sphenodiscus und Placenticeras auch hier der zu tiefst stehende Lobus als der erste Laterallobus aufzufassen ist, erweist sich der Externsattel als durch 4 Adventivloben in 5 ungleich grosse Sättel zerspalten.