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Beiträge zur Kenntniss der Astrocoeninae.

Felix, Johann

Kurzfassung

Astrocoenia. Beobachtungen über die Mikrostructur der Gattung Astrocoenia verdankt man in letzter Zeit Frech, Volz und Ogilvie. Frech (1. c., p. 33) giebt an, die Individuen seien durch Wälle mit einander verbunden, innerhalb deren man meist mehrere Reihen von Primärdornen wahrnehme. Ist der Zwischenraum der Kelche gekörnelt, so seien die Körner die Endigungen der Primärdornen. Die Endothek bestehe aus horizontalen Dissepimenten und sei meist schwach entwickelt. Die Columella verbreitere sich horizontal und bilde mit den dornförmigen Septalendigungen ein unregelmässiges Gewebe. Frech rechnet Astrocoenia zu den Astraeiden. Volz (1. c., p. 94) giebt an. "die Aehnlichkeit zwischen Astrocoenia und Stephanocoenia ist nur Convergenz, systematisch sind beide scharf zu trennen; erstere gehört zu den Stylophylliden; allerdings wäre noch zu untersuchen, ob die jüngeren als Astrocoenia beschriebenen Formen auch mit den Zlambach - Formen übereinstimmen, da die Stylophylliden den Lias nicht zu überleben scheinen, sonst wäre eine neue Gattung aufzustellen." Da Volz p. 86 die Stylophylliden u. a. charakterisirt durch die im Allgemeinen wagerechte Stellung der die Septcn aufbauenden Trabekeln, so muss man nach ihm eine derartige Septalstructur auch für Astrocoenia annehmen. Leider ist von diesem feineren Bau der Skeletelemente bei den von Fkech zuerst gegebenen, und dann von Volz copirten Abbildungen nichts zu sehen, da diese, bei geringer Vergrösserung gezeichnet, vielmehr nur die Ausbildung der Dissepimente und der Columella zeigen. So sind die Angaben von M. Ogilvje (1. c., p. 146) über die Mikrostructur der Septen bei Astrocoenia wohl die ersten. Sie fand, dass in einem Kelchquerschliff in der Mittelebene des Septum die Axen der Trabekeln (= Primärdornen Frech und Volz) als isolirte, dunkle Punkte erscheinen.