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Diorit- und Norit-Porphyrite von St. Lorenzen im Pusterthal.

Spechtenhauser, Bernhard

Kurzfassung

In den letztverflossenen Jahren beging Herr Professor Cathrein zu wiederholten Malen das Schiefergebiet des Pusterthaies und sammelte ein reiches Untersuchungsmaterial. Hierbei stellte sich heraus, dass die diesbezüglichen Arbeiten von Teller und Foullon keine erschöpfenden waren; denn erstlich wurde eine grosse Anzahl neuer Vorkommnisse entdeckt, weiters erregte die von Foullon diesen Gesteinen beigelegte Bezeichnung "Quarzporphyrite" und "Quarzglimraerporphyrite" einiges Bedenken, da schon das makroskopische Aussehen derselben andere Ideen erweckte. Zudem sind manche dieser Gesteine, z.B. gerade die Vorkommen längs der Südbahnstrecke Ehrenburg-St. Lorenzen in der petrographischen Beschreibung Foullon's etwas zu kurz behandelt. Für die vorliegende Untersuchung wurden nun speciell die Eruptivgesteine in der Umgebung von St. Lorenzen gewählt. Herr Professor Cathrein, welcher diese Arbeit anregte, stellte mir sämmtliches Beobachtungsmaterial zur Verfügung. Ich erachte es daher für eine angenehme Pflicht, meinem hochverehrten Lehrer hiefür sowohl, als auch für die freundliche Belehrung und Unterstützung bei der Ausführung der Arbeit, an dieser Stelle öffentlich meinen wärmsten Dank auszusprechen. Die mir vorgelegenen Gesteine wurden Gängen entnommen, welche sämmtlich im Phyllit aufsetzen. Ihrer Zusammensetzung und Structur nach gehören sie zur grossen Gruppe der dioritischen und noritischen Porphyrite. In den Rahmen der Arbeit fallen strenge genommen nur Gänge, die in der Umgebung von St. Lorenzen, fünfzehn an der Zahl, von Herrn Professor Cathrein neu aufgefunden wurden. Doch erforderte es der Zweck dieser Abhandlung, dass vergleichshalber auch einige der von Teller und Foullon untersuchten und in dieses Gebiet einschlägigen Gänge, sowie auch bisher nicht beschriebene Dioritstöcke, die in der Nähe unserer Gänge sich finden, wegen des genetischen Zusammenhanges, in die Untersuchung einbezogen wurden.