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Neue Beiträge zur Geologie und Paläontogie der Umgebung von Recoaro und Schio (im Vicentin).

Tornquist, Alexander

Kurzfassung

II. Beitrag: Die Subnodosus-Schichten. In dem voraufgegangenen, ersten Beitrag zur Geologie und Paläontologie der Umgebung von Recoaro und Schio wurde mit der Beschreibung der Fauna der rothen, kieselreichen, tuffigen Kalke über dem Monte-Spitz-Kalke begonnen. Als häufigstes und ausgezeichnetstes Fossil dieses Horizontes haben wir Ceratites subnodosus (emend. Mstr.) Tornq. kennen gelernt. Nach diesem Ammoniten bezeichne ich diese Schichten in Zukunft als Subnodosus-Schichten. Ich wähle umsoeher eine neue Bezeichnung, welche die Beziehungen zur alpinen und ausseralpinen Trias gemeinsam ausdrücken soll, da die frühere Horizontbestimmung dieser Schichten von v. Mojsisovics als "Buchensteiner-Schichten" einer starken Einschränkung bedarf. Bisher waren zehn Arten aus diesen Subnodosus-Schichten bekannt, auf welche ihre stratigraphische Stellung basirt worden war; im Folgenden sind 41 Arten beschrieben, welche ein etwas anderes stratigraphisches Resultat ergeben haben. Die Seltenheit von Fossilien in diesem in der Gegend von Recoaro und besonders von Schio (im sogenannten Tretto) in grosser Verbreitung aufgeschlossenen Kalkstein-Niveau erklärt die bisherige, mangelhafte Kenntniss ihrer Fauna hinlänglich, und auch heute noch habe ich die Ueberzeuguug, dass später eine ganze Anzahl weiterer Formen in diesen Schichten gefunden werden können, vorläufig glaube ich allerdings, von den wenigen, wirklich einigermaassen ergiebigen Fundstellen im Tretto Alles fortgeführt zu haben, was vorhanden war. Wenn aber die Bauern ihre Steinblock-Mauern wieder frisch aufgebaut haben werden, so wäre wohl eine weitere Ausbeute durch ein neues Absuchen der Mauern zu erwarten.