Original paper

über die Lagerungsverhältnisse von Lauenburg.

Geinitz, Eugen

Kurzfassung

Redner knüpfte an den wichtigen Nachweis von dm2 im Elbniveau des Lauenburger Profils durch G. Müller an. Weiter unterhalb, bei Anfang von Forst Grünhof ist mehrfach das Profil zu beobachten: Geschiebemergel (unten z. Th. mit Steinpflaster), Spathsand und Mergelsand, Geschiebemergel. Nach der heutigen Auffassung ist die dortige obere Bank nicht als [xxxxx]m, sondern als dm1 zu betrachten, wodurch viele Schwierigkeiten in der Deutung der Lauenburger Schichten gehoben werden. Redner kam auf die Controversen bezüglich des Lauenburger Interglacialtorfes zurück. Der nach seiner letzten Kritik vom Januar 1896 durch Weber (s. Führer, p. 36) erweiterten Definition des Begriffs "interglacial" zustimmend, gab er seinen Widerspruch gegen die Bezeichnung des Lauenburger Torflagers als "interglacial" auf. Die Bezeichnung "Decksand" des Profils von Müller ist nicht identisch mit derjenigen im Berendt'schen Sinne. Für die Erklärung der Stauchungs- und Dislocations-Erscheinungen vom Kuhgrund, an dem Hafenufer und bei Buchhorst wies Redner auf Druck durch Eispackung der Frühjahrseisgänge des postglacialen Elbstromes hin, dessen schotterbeladene Fluthen hier anprallten und durch den Stepnitzstrom Stauung und Eisstopfung erfuhren. Schliesslich wies Vortragender noch die postglaciale Senkung der Ostseeküste durch die Tiefenprofile des Warnowthales nach.