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Excursion nach Rüdersdorf

Wahnschaffe, Felix/Jaekel, Otto

Kurzfassung

Die in stattlicher Zahl erschienenen Mitglieder wurden bei ihrer Ankunft in Rüdersdorf durch die Bergbehörde festlich begrüsst und besichtigten ihrerseits zunächt im Orte den Torellstein. Dann wurden im Liegenden des Muschelkalkzuges die Röthschichten besucht, die in den grossen Brüchen unmittelbar an der Colonie Rüdersdorf gegenwärtig in hohen Steilwänden vortrefflich aufgeschlossen sind. Nachdem man danach den Weg auf der Südseite des Alvenslebenbruches verfolgt hatte, wurde an dessen östlichem Ende das Profil durch den unteren Muschelkalk und zwar den blauen Wellenkalk mit wenigen Versteinerungen aber schönen Coelestindrusen, den fossilreichen, ursprünglich oolithschen Schaumkalk und die an der Nordwand des Bruches aufgeschlossenen Orbicularis-Schichten besichtigt. Durch die freundliche Fürsorge des Herrn Bergdirector Grässner waren den Theilnehmern an der Excursion die hier vorkommenden Fossilien in reicher Auswahl zur Verfügung gestellt und, was noch wichtiger war, die Schichten des mittleren und oberen Muschelkalkes auf dem Wege nach dem Krienbruch vortrefflich aufgeschlossen, so dass sich die dolomitisch mergelige Ausbildung des mittleren Muschelkalkes und dann im oberen die Schichten mit Myophoria vulgaris, der glaukonitische Kalk mit Monotis Albertii und zahlreichen Fischresten und schliesslich die Kalkschichten mit dem Cetratites nodosus klar verfolgen Hessen, ein Profil, wie es seit langen Jahren nicht so vollständig beobachtet werden konnte. Während des Besuches des Alvenslebenbruches wurden die auf den Schichtenköpfen des Schaumkalkes vorkommenden Gletscherschrammen besichtigt, die hier im Allgemeinen von Ost nach West gerichtet sind. Sie finden sich nur dort, wo der Obere Geschiebemergel die unter 20 bis 25° nach Nord einfallenden Schaumkalkschichten unmittelbar überlagert.