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Die Conchylienfauna der Kiese von Süssenborn bei Weimar.

Weiss, Arthur

Kurzfassung

Etwa eine Stande östlich von Weimar erstrecken sich in der Richtung Süssenborn-Schwabsdorf in den Fluren Sässenborn und Umpferstedt aufgeschlossene grosse Kies- und Sandlager, welche eine Mächtigkeit von 15 m (nach meinen Beobachtungen) erreichen. Dieselben haben als Liegendes Triasgesteine, besonders Keuperletten der Lettenkohlengruppe aufzuweisen. E. E. Schmid giebt in den Erläuterungen zur Geologischen Specialkarte von Preussen und den Thüringischen Staaten, Blatt Magdala (No. 359) Folgendes an: "Die eigentlichen Geschiebe-Ablagerungen, diluviale Geschiebe-Kiese und -Sande bestehen ans denselben Gesteinen, wie sie sich unter den zerstreuten Geschieben finden mit Hinzufügung von Quarzsand Solche breiten sich namentlich über den südwestlichen Abfall des Kümmelberges bei Süssenborn mit einer Mächtigkeit, welche in den weiten Kiesgruben auf 30-34' abgeschürft werden." E. E. Schmid giebt als Geschiebe dieser Kieslager an: "abgerundete Stücke harter Muschelkalk- und Keupergesteine, Gesteine des Thüringer Waldes als Porphyre, Kieselschiefer, Grauwackenquarze und Braunkohlenquarzite. Ausser E. E. Schmid haben noch H. Pohlig und P. Michael dieselben beschrieben. Von diesen beiden will ich nur den Untersuchungen P. Michael's folgen, der über das Kieslager von Süssenborn berichtet (v. p. 8): "Zu den ältesten Schotterablagerungen dieser Zeit (des Diluvium), die allem Anscheine nach noch praeglacial sind, werden gewisse Gerölllager in der ungefähren Höhe von 60-75 m über dem Ilmspiegel zu rechnen sein. Dahin gehört vor Allem das Kieslager bei Süssenborn (ca. 260 m), eine Geröllanhäufung, die sowohl durch ihre horizontalen wie verticalen Dimensionen zu den gewaltigsten gehört, die wir in ganz Thüringen haben.