Original paper

Entgegnung auf K. Hauthal's briefliche Mittheilung über patagonisches Tertiär etc.

Mercebat, M.

Kurzfassung

In dieser Zeitschrift, Bd. L, Hft, 2, 1898, p. 436-440, hat R. Hauthal eine Mittheilung über das Andinische Gebiet zwischen Ultima Esperanza und dem Lago Argentino (Patagonien) veröffentlicht. Ich möchte mir dazu vorläufig nur folgende Bemerkungen erlauben: 1. Das von Hauthal untersuchte Gebiet liegt westlich 72° W. L. Greenwich, während meine Publicationen sich auf ein Gebiet beziehen, welches östlich davon, zwischen der atlantischen Küste und besagtem Meridian, gelegen ist. Nur zwei kleinere Streifen des von mir untersuchten Gebietes sind westlich davon gelegen. 2. Auf die Concordanz zwischen Kreide und Tertiär habe ich bereits aufmerksam gemacht. 3. Die palaeophytologischen Angaben Hauthal's bringen absolut nichts Neues; er will die ersten fossilen Dicotyledonen Süd-Amerika's gefunden haben. Die grosse grundlegende Monographie Engelhardt's, auf die ich des Näheren genauer eingegangen bin, ist Herrn Hauthal vollständig unbekannt! Seine Angabe, in der Kreide auf Calamites-Reste gestossen zu sein, ist so ungeheuerlich, dass sie auf einen Irrthum beruhen muss. 4. Herr Hauthal hält die Schichten, die ich "rodados tehuelches" nannte, für fluvio-glacial. Wenn diese Ansicht auch für bestimmte Punkte richtig sein mag, so ist es doch nicht möglich, die Anhäufung und die ganz allgemeine Verbreitung dieser neoglacialen Massen ohne die Thätigkeit des Meeres zu erklären. In Bezug auf das Alter, welches ich diesen Schichten zugeschrieben habe, scheinen mir die Beobachtungen Hatcher's in Cap Fairweather sehr wichtig zu sein.