Original paper

Die untere Kreide des subhercynen Quadersandstein-Gebirges.

Maas, Günther

Kurzfassung

Wegen des schlechten Erhaltungszustandes der Petrefacten in der unteren Kreide der Quedlinburger Kreidebucht musste ich in meinem ersten Berichte über das subhercyne Quadersandstein-Gebirge eine Reihe von Formen von der Beschreibung ausschliessen, obgleich mir wohl bewusst war, dass sich darunter manche finden würde, welche für eine genauere Vergleichung mit den unteren Kreideablagerungen anderer Gegenden wichtig sein könnte. Spätere Aufsammlungen von Versteinerungen an den bereits bekannten und einigen neuen Fundstellen, bei welchen auch die Vertheilung der Fossilien auf die verschiedenen Horizonte mehr berücksichtigt werden konnte, als dies bei der ersten Bearbeitung möglich gewesen, da sich dieselbe fast ausschliesslich auf das Material der Ewald'schen und anderer Sammlungen stützte, haben die Richtigkeit dieser Ansicht völlig erwiesen. In gleicher Weise ergab die directe Vergleichung der Quedlinburger Formen mit solchen aus anderen Gebieten, besonders mit den inzwischen von A. Wollemann beschriebenen Gastropoden und Bivalven der Hilsbildungen bei Braunschweig, manche neue Beziehung zwischen dem subhercynen Quadersandstein-Gebirge und den übrigen, vornehmlich den norddeutschen Neocomgebieten, indem sich vorläufig als neu bezeichnete Arten in diesen nachweisen Hessen oder durch das Vorhandensein von Uebergangsformen als locale Varietäten bereits bekannter Arten bezeichnet wurden. Die neuen Fundorte für Versteinerungen liegen alle in dem Gebiete zwischen Quedlinburg und dem Hoppelberge und zwar am Königstein und Gr.-Helmstein bei Westerhausen und am Schusterberg bei Börnecke.