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Die Zinnerzlagerstätten des Mount Bischoff in Tasmanien.

von Fircks, W.

Kurzfassung

Einleitung. Die Zinnerzlagerstätte des Mt. Bischoff in Tasmanien hat in den 27 Jahren ihres Bekanntseins schon vielfach einer wissenschaftlichen Bearbeitung unterlegen. Mikroskopische Untersuchungen der Gesteine und damit zusammenhängende Schlüsse auf die Genesis dieser Lagerstätte sind von A. v. Groddeck (4) und von W. H. Twelvetrees u. W. F. Petterd (8) veröffentlicht worden. Das Material, welches A. v. Groddeck zu seinen Untersuchungen zur Verfügung stand, war ein sehr spärliches und unvollkommenes und war daher ein Verkennen des wahren Charakters der Gesteine nur zu leicht möglich, wenn auch die Bestimmungen im Einzelnen vollkommen unangreifbar sind. Den beiden anderen Forschern hat ein vollständigeres Material zur Verfügung gestanden, und haben daher ihre Untersuchungen, gestützt auf Erfahrungen und Anschauungen, welche an Ort und Stelle gesammelt worden sind, zu einem anderen Resultate geführt, welchem einwandlos zugestimmt werden muss. Wenn jetzt eine nochmalige Bearbeitung desselben Stoffes veröffentlicht wird, so hat dieses erstens darin seinen Grund, dass eine Zusammenfassung der gesammten geologischen Verhältnisse des Mt. Bischoff bis jetzt fehlt, da auch die zuletzt angeführten Autoren sich fast ausschliesslich mit der petrographischen Beschreibung der dortigen Eruptivgesteine befasst haben. Ferner schien der Versuch gegeben, eine schon von Rosenbusch, ferner in den citirten Arbeiten von M. Schröder (9, p. 54), H. W. Febd. Kayser (5) und von W. H. Twel-Vetrees u. W. F. Petterd (8) angedeutete Analogie zwischen dieser Lagerstätte und den Zinnerzvorkommnissen am Schneckenstein in Sachsen weiter zu verfolgen, um dadurch eine Anregung zur Lösung mancher noch unentschiedenen Frage nach der Genesis der Zinnerzlagerstätten des Mt. Bischoff zu geben.