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Die Hügelrücken und ihre Beziehung zu den Dislocationen auf Jasmund (Rügen).

Baltzer, Armin

Kurzfassung

Seit den Untersuchungen von Johnstrup, Herm, und Rud, Credner, Scholz, Deecke, Cohen und Anderen wissen wir, dass die Steilküste Jasmunds zwischen Sassnitz und Stubbenkammer von vielfachen, ca. NNW.-SSO. gerichteten Verwerfungen betroffen wurde, die derselben ihr eigentümliches tektonisches und dadurch auch wesentlich bedingtes landschaftliches Gepräge geben. Diese meist einwärts fallenden Verwerfungen erzeugten mehr oder weniger dislocirte Schollen, wobei die vordere abgesunkene Masse gleiche Schichtenstellung zeigen kann, wie die hintere rückwärtsstehende, gewöhnlich aber stärker oder schwächer geneigt ist. Ihre besondere geologische Bedeutung erhalten diese Verhältnisse dadurch, dass das ältere Glacial (hier gewöhnlich 2 Blocklehmlagen und mächtige Sandlagen) die Senkung der vorderen oder äusseren Scholle mitgemacht hat, also wie diese schräg steht, während das jüngere vorwiegend sandige Glacial sich gleichmässig horizontal über beide Schollen verbreitet. Wahnschaffe und H. Credner schlössen hieraus für Jasmund meines Wissens zuerst auf glaciales Alter der Dislocationen, zwischen Ablagerung des oberen und unteren Geschiebemergels. Sie erfolgten nach John-Strup, Scholz und Wahnschaffe unter dem Druck von nach Johnstrup an 1000 m mächtigen Eismassen der Glacialzeit. V. Koenen wies auf die Rolle der prä- und postglacialen Störungen hin. An früher offenbar deutlicheren Stellen ist jetzt wenig mehr zu sehen; besonders instructiv erschien mir in der Nähe oder von Weitem gesehen die Gegend nördlich und südlich des Kielerbaches, Tipperort, Wissower Ufer, Wissowerklinten und Weisstippen.