Original paper

Fimbria corrugata Sow. sp. aus dem Hilsconglomerat von Schandelah.

Wollemann, A.

Kurzfassung

Nachdem der Druck meiner Arbeit über die deutschen Neocombivalven bereits vollendet ist, erhalte ich eben durch Herrn Kaufmann Voigt aus Braunschweig, einen gewissenhaften und geschickten Sammler, ein Exemplar von Fimbria corrugata Sow. (Corbis cordiformis D'Orb.) aus dem Hilsconglomerat von Schandelah, welches ich nicht unerwähnt lassen möchte, da es vielleicht das erste sicher bestimmbare Exemplar dieser Species aus dem deutschen Neocom ist. Da diese charakteristische Neocombivalve in ganz Europa (Spanien, Frankreich, England. Schweiz, Russland) und auch in aussereuropäischen Ländern nachgewiesen ist, so habe ich Überall nach ihr gesucht, doch bislang vergeblich. Das vorliegende Stock ist 77 mm hoch; die anderen Dimensionen sind nicht sicher zu ermitteln, da vorn und hinten ein Stück der Schale fehlt. Im Uebrigen ist die dicke Schale gut erhalten und zeigt auf der Oberfläche die charakteristischen, hervorragenden, concentrischen Falten. Besonders gut stimmt das deutsche Exemplar mit der Abbildung bei Karakasch überein. In den Sammlungen fand ich Steinkerne grosser Cardien, z.B. solche von der von mir als Cardium Damesi bezeichneten Art, welche irrthümlicher Weise zu Fimbria corrugata gerechnet waren, sich von letzterer Art jedoch durch grössere Ungleichseitigkeit, geringere Dicke und andere Merkmale unterscheiden. G. Böhm bezeichnet eine Bivalve vom Spechtsbrink als Corbis cf. corrugata Sow., eine Angabe, welche auf ein höchst zweifelhaftes Bruchstück gegründet ist, welches sich von der angezogenen Species nach dem Autor durch einen schärferen Kiel der Hinterseite unterscheidet.