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Ein natürliches Faltungspräparat.

Rinne, Fritz

Kurzfassung

Die unten wiedergegebenen Abbildungen sind einer Sammlung von Photographien entnommen, die ich bereits vor einigen Jahren auf einer Wanderung in Norwegen angefertigt habe. Im Vorliegenden Falle handelt es sich um die prächtigen Aufschlüsse von Gneiss, die sich in fast ununterbrochener Folge an dem s. Z. neu angelegten, oft in den Felsen gesprengten Fahrwege von Vik am Eidfjord (einem Zipfel des Hardangerfjords) nach Säbö auf eine gute Stunde Wegs hinziehen. Möge es gestattet sein, eine Besonderheit hier anzuführen. Die Gneisse sind oft stark gefaltet, und an frischen Sprengungen konnte man die starken Biegungen des Gesteins, sowie granitische Injectionen vortrefflich verfolgen. Figur 1 stellt eine Solche Stelle gefalteten Gneisses dar. [...] Zuweilen bat nun die Verwitterung an Stellen, wo das Wasser reichlich die Gneisswände hinabgeflossen ist, die Faltung des Gneisses gewissermaassen herauspräparirt, insofern die leichter zerstörbaren, glimmerreichen Lagen des Gesteins entfernt wurden, die schwer angreifbaren Quarz - Feldspathlagen sich erhielten, sodass nunmehr die merkwürdigen Schlingen und Biegungen körperlich, nicht nur wie bei den frischen Aufschlüssen im Schnitt, sich zeigen.