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Über Gliederung und Lagerung des Quartärs in der pfälzischen Rheinebene.

Thürach, H.

Kurzfassung

In der Einleitung zu seinem Vortrage kam der Redner kurz auf die Entstehung der mittelrheinischen Gebirge zu sprechen wobei er besonders hervorhob, dass nach seiner Anschauung die selben nicht ausschliesslicb als Aufwölbungen der Erdrinde in Südwest - Nordost - Richtung zu betrachten sind, sondern dass auch eine Erhebung derselben entlang dem Rheinthalgraben stattgefunden hat, bei welcher ein von Osten und wahrscheinlich auch von Westen her wirkender Druck eine geringe Ueberschiebung der Gebirgsmassen auf die gesunkenen Theile der Rheinebene zur Folge hatte. Er kommt dadurch, wie früher schon A. Andreæ, zu dem Schlüsse, dass die Hauptspalten, welche die Rheinebene und das Gebirge begrenzen, autiklinal, gegen das Gebirge, und nicht synklinal, wie schematisch meist angenommen wird, einfallen. Als Stützpunkte für seine Anschauung führte der Vortragende die Ergebnisse einiger Tiefbohrungen am Rheinthalrand au, bei welchen unter den mesolithischen Gesteinen tertiäre Bildungen angetroffen wurden. Redner besprach dann die Gestaltung der pfälzischen Rheinebene zu Beginn der Quartärzeit, die Aufschüttung derselben durch die Anschwemmungsmassen des Rheins, des Neckars und besonders der aus dem Hardtgebirge kommenden Bäche. Er betonte besonders, dass die pfälzischen Klebsande und die darin liegenden Thone nach der eingeschlossenen Flora nicht, wie üblich, zum Pliocän zu stellen seien, sondern zum Quartär. Weiter besprach er mit den Resultaten der zahlreichen Tiefbohrungen in der Gegend von Mannheim die tiefe Absenkung, welche das Rheinthal noch zur Diluvialzeit erfahren hat. Mit der Schilderung der Ablagerungen aus der mittleren und jüngeren Diluvialzeit verband sich eine kurze Besprechung des Blattes Speyer der geognostischen Karte von Bayern.