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Excursion in den Frankenjura

von Ammon, Ludwig

Kurzfassung

An der Excursion betheiligten sich anfänglich 10. zuletzt 16 Herren, unter welchen sich Geh. Bergrath Credner (Leipzig), und die Professoren Beck (Freiberg). Niedzwiedzki (Lemberg) und Wichmann (Utrecht) befanden. Den Ausgangspunkt für die; Touren bildete Nürnberg. Es war im Plane der Leitung gelegen, den Theilnehmern die gesammte Schichtenfolge der fränkischen Jurabildungen zu zeigen. Zu dem Zwecke wurden hinsichtlich des Weissen Jura einige als typische Aufschlusspunkte bekannte Plätze in der Fränkischen Schweiz, vor Allem Ebermannstadt, Streitberg und Muggendorf, dann für die oberste Abtbeilung der Formation die Steinbrüche von Eichstätt und Solenhofen im Altmühlgebiet besucht; für den Braunen Jura gaben die Gehänge des Wiesent- und Pegnitzthales in Ober- und Mittel-Franken das einschlägige Beobachtungsmaterial ab. und was den Lias betrifft, so wurde ein seinen ganzen Schichtencomplex durchquerendes Profil bei Amberg in der Oberpfalz besichtigt. Eine geologische Beschreibung des ganzen für die Excursion in Betracht kommenden Gebietes ist in dem "Kleinen geologischen Führer durch einige Theile der Fränkischen Alb von Dr. v. Ammon" enthalten, welches Schriftchen jedem Theilnehmer eingebändigt wurde. Da darin alles Bemerkenswerthe aufgeführt ist. kann an dieser Stelle von einer eingehenden Schilderung der geologischen Verhältnisse Abstand genommen werden. Am ersten Tage, den 9. September, wurde der Wachknock bei Ebermannstadt bestiegen. Es konnten hierbei die Juraschichten vom Opalinusthon des Doggers an bis zu den Pseudomutabiliskalken (Weissjura delta, obere Abtheilung des Mittleren weissen Jura) hinauf verfolgt werden.