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Reisen in Deutsch-Ost-Afrika.

Dantz

Kurzfassung

Der Redner bat in den Jahren 1898 bis Februar 1900 u. a zwei grosse Expeditionen in das Innere unternommen. Die erste Expedition wurde geführt von der Küste nach Ujiji am Tanganyika-See, durch die Landschaft Kawendi bis Karema und zurück bis Ujiji, dann durch Süd-Uha über den mittleren Malagarasi nach dem Gebiet südlich des Victoria-Sees. Anfang 1899 konnten noch die Landschaften südöstlich des Victoria-Sees bis Shashi durchzogen werden; dann erfolgte der Rückmarsch über Ikoma durch die westliche Wandorobbo-Steppe, die Landschaften Issansu und Turu, schliesslich über Irangi, Mpapua und Kilossa zur Küste. Die zweite Expedition führte den Redner über Kisakki, Barikiwa, Songea nach Landenburg, dann nach Utengule, rings um den Ruckwa-See herum, schliesslich über Madibira. Iringa, Kissaki nach Dar es Salam zurück. Ueber die Ergebnisse seiner Reisen äusserte sich der Redner folgendermaassen: Echte typische Granite wurden, abgesehen von einem untergeordneten Vorkommen an der Kuwanasenke östlich des Victoria-Sees, nirgends angetroffen. Das ganze grosse innerafrikanische archäische Massiv besteht, soweit es sich um Deutsch-Ost-Afrika handelt, vorherrschend aus Gneissen, sowie aus krystallinischen Schiefern. Der Gneiss tritt im Süden und Osten der Kolonie durchweg, östlich des Tanganyika-Sees vorwiegend, in einzelnen Zonen auch in dem weiten Gebiete südlich des Victoria-Sees in petrographisch stark und schnell wechselnden Schichten auf, welche meist weithin verfolgt werden können. Andererseits finden sich in der weiteren Umgebung von Tabara, also etwa in der Mitte der Colonie, Gesteine von granitähnlichem Habitus.