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Die Bildung des Rheindurchbruches zwischen Bingen und Lorch.

Leppla, August

Kurzfassung

Die Tertiärablagerungen des Niederwaldes und vom Ebenthal, nördlich von Rüdesheim, reichen auf der rechtsrheinischen Hochfläche nach N. bis an den Teufelskadrich heran, indem sie den Bacharacher Kopf und den Hörkopf nördlich umgreifen. Linksrheinisch rücken sie nach N. ebenfalls weit vor bis an den Franzosenkopf im Binger Wald und sind südwestlich von Trechtingshausen am Weg nach der Höbe zum Gerbardshof und Jägerhaus in etwa 350 m Meereshöhe aufgeschlossen. Auch hier zeigt ihre Verbreitung, dass einzelne Quarzitzüge inselartig aus ihnen hervorragen. Dieses weite Eindringen in und zwischen die Klippen des Taunusqnarzites setzt ihr ehemaliges Vorhandensein in dem nur 1,5 km nördlich liegenden äussersten Durchbruch zwischen Teufelskadrich-Jägerhorn einerseits und Franzosenkopf andererseits voraus, und damit ist ihre Verbindung mit den Hochflächen bedeckenden Tertiärablagerungen nördlich des Taunus gegen Koblenz zu gegeben. Diese Verbindungsstücke des Tertiärs dürfte die Lücke für den Beginn der eigentlichen Erosion durch den Quarzit gegeben haben. Nur wenig tiefer als die Tertiärablagerungen bei Trechtingshausen tritt am nämlichen Weg in etwa 320 m Höhe ein grober Schotter auf, welcher entgegen den höher gelegenen und älteren Ablagerungen neben grossen Geröllen von Quarzit und Milchquarz noch fremdes Material enthält, Gesteine, welche aus dem Mainzer Becken und seinen Randgebirgen, wahrscheinlich aus dem Nahegebiet stammen. Hier liegt also ein fluviatiler Absatz aus dem engen Durchbruchsthal vor. Weniger deutlich und nur in ihrer Form erkennbar ist eine tiefere Terrassenablagerung in der Höhe des Schweizerhauses, westlich von Burg Rheinstein.