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Neue Beiträge zur Geologie und Paläontologie der Umgebung von Recoaro und Schio (im Vicentin).

Tornquist, Alexander

Kurzfassung

IV. Beitrag: Der Sturia-Kalk (Trinodosus-Niveau). Unter dem Steilabfall der weissen Spitz-Kalke, deren Fauna im III. Beitrag bebandelt worden ist, folgt im Vicentin eine in den verschiedenen Theilen unseres Gebietes sehr verschieden zusammengesetzte Schichtenfolge. Nur dort, wo schwarze oder dunkeloliv oder auch rauchgrau gefärbte Kalke in diesem Complex in grösserer Mächtigkeit auftreten, zeigen sich günstig erhaltene Fossilien. Im ganzen Gebiet von Recoaro ist diese Schichtenfolge äusserst fossilarm; Kalke treten hier ganz zurück gegenüber rothen, sandigen Schiefergesteinen. In den rothen sandigen Schiefern hat nur Benecke früher ein ,Plättchen" gefunden, ,welches mit einer Gervillia-ähnlichen Muschel bedeckt" war. Ich selbst habe nie eine Spur eines Fossils entdecken können, und auch die Angabe Bittner's, welcher unter der Wand des Monte Spitz in grauen Kalken Gastropoden- und Bivalven-Durchschnitte beobachtet hatte, kann nicht auf dieses Niveau bezogen werden. Diese Gesteine sind marmorartige Kalke, welche faunistisch und lithologisch schon in das Niveau des Spitz-Kalkes zu stellen sind. Anders liegen die Verhältnisse im Gebiet von Schio, im Tretto, wo dunkelgefärbte Kalke besonders in der Umgebung von San Ulderico unter der Kante des Plateaus, auf welchem San Ulderico steht, in grösserer Mächtigkeit auftreten. Hier finden sich Fossilien nicht selten. Die in diesem Niveau so verbreitete Diplopora triasina war schon v. Schauroth bekannt, wenngleich sie auch von ihm nur in ,einem dunkel rauchgrauen, als Findling erscheinendem Gestein" beobachtet wurde. Aus demselben Gestein erwähnt v. Schauroth auch ein Cyrtoceras-Fragment.