Original paper

Ueber den Antheil v. Groddeck's an der Deutung der Zinnerzlagerstätte des Mt. Bischoff.

Klockmann, Friedrich

Kurzfassung

Das dritte Heft dieser Zeitschrift des LI. Bd., S. 431 ff. bringt einen Aufsatz des Freiherrn W. von Fircks in Freiberg über die Zinnerzlagerstätten des Mount Bischoff in Tasmanien, in dessen Einleitung hinsichtlich der Arbeiten v. Gkoddeck's und seiner Auffassung von der Natur des Mt. Bischoff-Vorkommens mehrere Irrthümer enthalten sind, die wahrscheinlich das Kopfschütteln mancher Fachgenossen hervorgerufen haben. Als ehemaliger Nachfolger v. Groddeck's im Lehramt an der Clausthaler Bergakademie fühle ich mich verpflichtet, diese Irrthümer richtig zu stellen und für meinen Lehrer und Vorgänger die Priorität der richtigen Deutung der Mt. Bischoff-Lagerstätte aufs Entschiedenste in Ansprach zu nehmen. Der Verfasser des genannten Aufsatzes schreibt, dass v. Groddeck, da er nur ein spärliches und unvollkommenes Material zur Verfügung gehabt habe, den wahren Charakter der Gesteine nur zu leicht verkennen konnte und dass er im Gegensatz zu A. W. Stelzner, Twelvetrees und Pettard die zinnerzführenden Gesteine des Mt. Bischoff für ursprüngliche und nicht für pseudomorphe Gebilde gehalten habe. Ferner wird von einer blossen Andeutung der Aehnlichkeit zwischen der tasmanischen Lagerstätte und dem Schneckenstein durch frühere Autoren, Rosenbusch, Schröder u. A. gesprochen, ohne auch nur v. Groddeck's zu erwähnen, der doch früher als alle anderen in der klarsten Weise auf diese Analogie hingewiesen und dieselbe bis in's Einzelne durchgeführt hat. Diese Irrthümer des Verfassers erklären sich daraus, dass er nur die erste der bezüglichen Arbeiten v. Groddeck's (diese Zeitschr., Bd. XXXVI) kennt und die beiden Nachträge, die ebenfalls in vorliegender Zeitschrift Bd. XXXVIII und Bd. XXXIX erschienen sind, übersehen hat.