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Paläontologische Miscellaneen.

Oppenheim, Paul

Kurzfassung

1. Ueber eine riesige Perna (Pachyperna n. sbg, laverdana n. sp.) ans dem Alttertiär Venetiens und die übrigen Perniden des Gebietes. Pachyperna laverdana n. sp. Die gewaltige, in Doppelklappen einen Umfang von 10 cm erreichende gleichklappige, aber ungleichseitige Schale ist von wechselnder Gestalt, die im Allgemeinen aber mehr rundlich viereckig ist und deren grösste Wölbung sich vom Wirbel bis zur Mitte des Unterrandes erstreckt. Der sich direct nach abwärts biegende Apex, dessen Spitze stets corrodirt ist, liegt auf dem ersten Drittel der Schale, vor ihm eine gewaltige, Lunula-artige Einstülpung der Schale, nach innen durch eine elliptische Kante, nach aussen durch eine unregelmässig S-förmige, am Wirbel einsetzende, oben und unten stark gekrümmte Kiel-artige Erhabenheit begrenzt. Ein eigentlicher Byssusausschnitt scheint auf beiden Klappen zu fehlen. Vom Wirbel nach hinten erstreckt sich geradlinig das von schwachen concentrischen Anwachsringen durchkreuzte Bandfeld, welches in der Mitte keilförmig in das Lumen der Schale vorspringt, von beiden Seiten aber durch tiefe Gruben abgeschnitten ist. Es sind auf ihm nur 4 Ligamentalabschnitte vorhanden, von denen die mittelsten zugleich die breitesten sind, während der hinterste zugleich der kürzeste und schmälste ist. Zwischen Wirbel und erster, wie zwischen letzter Bandgrube und Hinterrand erstreckt sich ein breiter freier Raum; der vordere freie Theil ist auch hier breiter als der hintere. Der Visceralraum des Thieres ist klein und im Verhältniss zu der so bedeutenden Schalenwölbung nur wenig vertieft. Er wird nach vorn durch das keilförmige mediane Stück des Ligamentalrandes und durch die beiden seitlichen Gruben begrenzt, von denen die Function der hinteren lang oval gestreckten mir nicht ganz klar geworden ist.