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Skizzen zur Geologie der Minahassa in Nord-Celebes.

Rinne, Fritz

Kurzfassung

Der nördlichste, nur 30-100 km breite, aber an 800 km lange Ausläufer der reichgegliederten Insel Celebes, der sich zunächst in Meridianrichtung erstreckt und hierbei den Aequator durchquert, wendet sich mit scharfem Knick zu einem auf 450 km dem Gleicher parallelen Verlauf und biegt schliesslich noch auf 200 km nach Nordosten um. Der folgende Bericht bezieht sich auf das äusserste, nordöstliche Ende dieser langen Halbinsel, auf die Landschaft Minahassa (alfurischer Name für Bundesgenossenschaft). (Vergl. Tafel XII.) Im Südwesten an den in ihrem Verlauf nur wenig bekannten Flüssen Poigar und Bujat beginnend, erstreckt sich die Minahassa bis zum Nordcap von Celebes auf etwa 110 km Länge. Die Breite beträgt, entsprechend der erwähnten Form der Halbinsel, nur an 30-50 km, so dass die Ausdehnung des Gebietes etwa mit der des Harzes in Parallele gesetzt werden kann. Bei der Fahrt auf einem der Packetfahrtdampfer, die von Makassar aus ihren Weg entlang der Westküste von Celebes nach Menado, dem wichtigsten Küstenplatze der Minahassa, nehmen, dann das Nordcap umfahren und an der Südost- und der Südseite Kurs auf Gorontalo (am Eingang des Golfes von Tomini, schon weit ausserhalb der Minahassa) halten, hat man bereits Gelegenheit, den Charakter der Minahassa als Vulkanlandschaft und Gegenstück zu Java zu erkennen. Ueber niedrigeren Vorbergen oder auch flachen Küstenstreifen schroff aufsteigend, z. Th. bis zum Gipfel mit Wald bedeckt, z. Th. von der Vegetation noch nicht wieder erobert, erheben sich bis 2000 m hohe Vulkankegel, so in der Nähe der tief eingreifenden Bucht von Amurang der kahle Saputan (1827 m), bei Menado die waldigen Gipfel der Lokonberge (1592 m), des Olymps der alfurischen Minahassaleute, und der gleichfalls bis zum Gipfel dicht mit Wald bestandene Klabat (2019 m), bei Kema die Dua Sudara (Zwei Brüder, 1373 m) und der Batu angus (Angesengter Fels).