Original paper

Ueber einige Kreide-Echiniden.

Schlütrr, Clemens

Kurzfassung

I. Brissopsis in der Kreide? Vor längeren Jahren sind von mir mehrere neue fossile Echiniden des Senon zur Gattung Brissopsis gestellt. Dies war nach dem damaligen Stande der Kenntniss der Echiniden, welcher in der Synopsis des Echinides zum Ausdruck gelangt war, die einzige Gattung, welche für diese Gehäuse in Frage kommen konnte. Nachdem die Gattung 1840 von L. Agassiz mit unzureichender Diagnose aufgestellt, weist der Catalogue raisonné 1847 (abgesehen von Brisssus) auf die Verwandtschaft und Verschiedenheit von Micraster und Hemiaster hin, von jenem verschieden durch das Vorhandensein einer Peripetal-Fasciole, dieser durch das Fehlen einer Subanal-Fasciole verschieden. Es lautete dann die Diagnose der Synopsis: ,Oursins renflés, sommet central ou excentrique en avant. Sillon impair peu accusé. Pétales inégaux, les antérieurs droits et probablement divergents. Deux fascioles, l'un péripétale entourant les ambulacres, l'autre sous-anal formant un anneau placé à base de la face postérieure." Auch Alex. Agassiz bemerkt noch: ,Dieses Genus scheint nur auf den Rang eines Subgenus von Hemiaster Ansprach zu haben, bei dem eine Subanal-Fasciole vorhanden ist." Da es nicht ganz leicht ist, eine recente Brissopsis zum Vergleich zu erhalten, war es sehr willkommen, dass Lovén durch eine äusserst klare, vergrösserte Darstellung weitere Eigenthümlichkeiten zur allgemeinen Kenntniss brachte: