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Flabellinella, ein neuer Mischtypus aus der Kreideformation.

Schubert, Rich. Joh.

Kurzfassung

Von Mischtypen, an denen das Genus Frondicularia Antheil hat, sind bisher 2 bekannt: Flabellina = Cristellaria + Frondicularia, Amphimorphina = Frondicularia + Nodosaria. Eine dritte Mischfauna findet sich, wenngleich nur selten, in der Kreideformation. Flabellinella, wie sie infolge ihrer Analogie mit der ersten Form heissen mag, besteht aus Vaginulinenkammern, an welche sich regelrechte Frondicularia-Kammern anschliessen. Flabellinella wurde bisher von 2 Orten abgebildet, allerdings ohne dass ihre Bedeutung erkannt wurde. In den ,Foraminiferen der Aachener Kreide", worin J. Beissel's Ergebnisse jahrelanger Studien niedergelegt sind, findet sich Taf. 8, Fig. 50 eine, wie Beissel annahm, abnorme Frondicularia inversa Reuss abgebildet. Auf die Embryonalkammern folgen 7 vaginulinenartig angeordnete Kammern, sodann 3 regelmässige Frondicularien-Kammern. Beissel deutet dieses Exemplar allerdings (S. 44), wie bereits erwähnt, als eine abnorme Frondicularia, indem ,in der Jugend nur einschenklige, später normale Kammern" vorhanden seien. Doch scheint mir diese Ansicht ebensowenig begründet und richtig, als wenn er (z. B. Taf. 8. Fig. 39) echte Vaginulinen als ,einschenklige" Frondicularien auffasst. Was Beissel zu dieser Ansicht bewog, ist nicht ersichtlich, denn im Texte findet sich keinerlei Begründung dafür, vielleicht ist es dem Umstände zuzuschreiben, dass Beissel an einer Fertigstellung der Arbeit durch den Tod gehindert wurde. Dass diese angeblich einschenkligen Frondicularien in der That echte Vaginulinen sind, davon konnte ich mich zwar nicht an Aachener Stücken, wohl aber an einem Exemplar aus der böhmischen Oberkreide überzeugen.