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Der Ausbruch des Gunung Ringgit auf Java im Jahre 1593.

Wichmann, Arthur

Kurzfassung

Noch immer ist keine Uebereinstimmung hinsichtlich des Ausbraches, der gegen Ende des sechszehuten Jahrhunderts im östlichen Theile von Java Verheerungen anrichtete, erzielt worden. In Folge des Fehlens authentischer Nachrichten war man nämlich ausschliesslich auf die Mittheilungen angewiesen, welche in den Journalen Über die erste Fahrt der Holländer nach den Indischen Gewässern niedergelegt worden waren, und diese konnten nicht als eindeutig bezeichnet werden. Während hinsichtlich des angegebenen Zeitpunktes keinerlei Zweifel aufstiegen - man verlegte das Ereigniss in das Jahr 1586 -, machten sich in Betreff des Ortes jedoch verschiedene Ansichten geltend. Zunächt war die Wahl auf den G. Ringgit gefallen, darnach auf den G. Kelut, alsdann abermals auf den G. Ringgit, bis schliesslich, seit der Mitte der sechziger Jahre, die Anschauung zum Durchbruch gelangte, dass nur der G. Raun gemeint gewesen sein könne. Damit waren aber noch nicht alle Widersprüche aus der Welt geschafft worden. Es möge nun, zugleich an der Hand neuen Materiales, der Versuch unternommen werden, diese Frage einer befriedigenden Lösung zuzuführen. Zum besseren Verständniss erscheint es jedoch erforderlich, zunächst die alten Quellen zu Worte kommen zu lassen. Am 2. April 1595 stach, von der Rhede von Texel aus, ein Geschwader, bestehend aus den Schiffen Mauritius, Hollandia, Amsterdam und het Duyfken, in See. In der zweiten Hälfte des Januar 1597 gelangte die kleine Flotte nach dem Osten Java's. doch musste kurz zuvor die ,Amsterdam", welche leck geworden war, an der Küste der Insel Bawean verbrannt werden. Für die Schilderung des weiteren Verlaufes der Ereignisse können daher nur die Journale der drei übrig gebliebenen Schiffe in Betracht kommen.