Original paper

Zu Blanckenhorn's Gliederung der siebenbürgischen Kreide.

Baron Nopcsa jun., Franz

Kurzfassung

In einer die Kreidebildungen Siebenbürgens behandelnden Arbeit kommt Herr Blanckenhorn zu der Ansicht, dass die kohlenführenden Kreideschichten (speciell auch Nagy Báróth) über dem Cenoman (in das Turon??) zu liegen kommen. Damit kann ich leider meine neueren Beobachtungen nicht ganz in Einklang bringen. Einige Kohlenvorkommen in Siebenbürgen liegen zwar, wie es scheint, in dem von Blanckenhorn angegebenen Niveau, dies sind aber bei Weitem die unbedeutenderen. In der Kreide des südlichen und westlichen Siebenbürgens müssen nämlich zwei kohlenführende Horizonte unterschieden werden. Den einen kohlenführenden Horizont repräsentirt eine Süsswasserablagerung, die, am besten bei Szentpéterfalva entwickelt, in neuerer Zeit mit dem Namen ,Szentpéterfalvaer Sandstein" bezeichnet wird. Der Szentpéterfalvaer Sandstein kann in der ganzen westlichen Hälfte des Hátszeger Thales, im Gebiete der Pojana Ruszk (bei Lunka Nyegoi und Ruskberg), bei Nagy Bároth und endlich am Nordrande des Szászsebeser (Mühlbacher) Gebirges bei Oláhpián nachgewiesen werden. Im Hátszeger Thale (bei Szentpéterfalva, Szacsal, Boldogfalva. Demsus und Valiora?) und bei Nagy Bároth enthält er unter anderem Gosau-Dinosaurier (Mochlodon Suessi Seeley) und Pflanzenabdrücke. Credneria und Pandaneen, die völlig denen der kohlenführenden Gosaumergeln gleichen, sind bei Ruskberg, andere bei Felsö Csula, Boldogfalva und Szentpélerfalva vorhanden, und unbestimmbare Süsswasser-Gastropoden konnten bei Szentpéterfalva und Zajkány nachgewiesen werden. Dieser Szentpéterfalvaer Sandstein ist der typische koblenführende Kreidehorizont des südwestlichen Siebenbürgens.