Original paper

Den Culm bei Leschnitz in Oberschlesien.

Potonié, Henry

Kurzfassung

Es waren westlich und nordwestlich des Dorfes Zyrowa einige kleine Versuchsschächte niedergebracht worden, die Redner in Begleitung des kgl. Geologen Herrn Dr. Michael besuchte, und zwar interessiren insbesondere die Aufschlüsse, welche sich in der auf der Ferd. Römer'schen Geognostischen Karte von Ober-Schlesien südlich des Dorfes Jeschinna als Culm angegebenen Partie und ferner in der als Buntsandstein angegebenen Partie nordwestlich Zyrowa befinden. Bei Jeschinna handelt es sich um auffällig geschieferten Culm-Thon-Schiefer. Es liess sich in dem einen Schacht fast genau östliches Fallen der Schichten constatiren. Petrefacten waren hier nicht vorhanden, jedoch zeigte sich, dass der Culm-Fleck von seiner Südost-Stelle aus auf der Karte nach Süden ein Stück weiterzuführen ist. Der Schacht in dem Thälchen, das sich in dem Buntsandstein Römer's zwischen den Dörfern Zyrowa und Oleschka hinzieht, war von einem Halden-Material, umgeben, das, entsprechend der Römer'schen Angabe, von den Abteufenden als Buntsandstein angesehen wurde. Es handelt sich um einen angewitterten, z. Th. sehr dünnbankig geschichteten Sandstein, dessen Schichtungsflächen mit im Ganzen sehr grob-häckseligen, also allochthonen Pflanzeuresten bedeckt sind, die darauf hinweisen, dass es sich in diesem Horizont ebenfalls um Culm handelt. Nach Angabe des an dem Schacht beschäftigten Bergmannes sollen die Schichten hier nach N. einfallen. Wir konnten das Fallen nicht selbst bestimmen, da der Schacht voll Wasser stand. Die aufgefundenen Pflanzenreste sind die folgenden: