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Die Classification der Erzlagerstätten von Kopferberg in Schlesien.

Krusch, Paul

Kurzfassung

Die Erzlagerstätten von Kupferberg-Rudelstadt liegen in dem Hornblendeschiefergebiet, welches im W. von dem Granitit des Riesengebirges und im N. von den sogen, grünen Schiefern begrenzt wird. Die von Websky als Dioritschiefer bezeichneten, Hornblendegesteine streichen im Allgemeinen h 8 und fallen steil (oft 85°) nach NO. ein. Sie bestehen nach der mikroskopischen Untersuchung ans Hornblende, Feldspath, Augit, Biotit, Chlorit, Granat, Epidot und Kiesen und zeigen durch die Anreicherung einzelner Mineralien in bestimmten Schichten abwechselnd hellere und dunklere Lagen. Oft gleichen sie durchaus den z.B. bei Schwarzenberg in Sachsen gefundenen, zu den Contactgesteinen gehörenden Augit-Hornblendeschiefern. Hart am Rande des Bobers, der ungefähr das Gebiet der grünen Schiefer von den Hornblendeschiefern trennt, werden in einer zum Complex der letztgenannten Schiefer gehörigen Schicht Epidot und Granat so reichlich, dass man dieselbe als Granatlager beschrieben hat. In den Hornblendeschiefern finden sich als Einlagerungen Quarzit- und Glimmerschiefer. Im Gebiete der letzteren fand Bergreferendar Merensky Garbenschiefer. Die petrographische Beschaffenheit der Hornblendeschiefer, das reichliche Vorkommen von Granat in denselben, das Vorkommen von Garbenschiefer, die Aehnlichkeit der Hornblendeschiefer mit typischen Contactgesteinen in Sachsen beweisen, dass das Hornblendeschiefergebiet von Kupferberg in einer Contactzone liegt. Da diese unmittelbar von dem Granitit des Riesengebirges unterlagert wird und sich mantelförmig an denselben anlegt, dürfte mau nicht fehlgehen, wenn man dem Granitit die Contactwirkung zuschreibt. Die Quarzporphyre, welche die Hornblendeschiefer vielfach durchbrechen, kommen hierbei nicht in Frage.

Keywords

kopferbergsilesiaore deposit