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Lagerungsverhältnisse des Oberdevon und Culm am Kalkberge bei Ebersdorf in Schlesien.

Dathe, Ernst

Kurzfassung

In einem geschichtlichen Rückblicke verweist Redner darauf, dass der Kalkberg bei Ebersdorf bereits 1797 von Leopold v. Buch erwähnt wird. Später (1819) haben sich Carl v. Raumer und danach (1831) Zobel und v. Carnall mit der Oertlichkeit als Fundstelle von ,einigen Petrefacten" beschäftigt. Letztere machten auch über die Lagerungsverhältnisse einige wichtige Bemerkungen, indem sie die Muldenbildung des Culm erkennen. Durch Leopold v. Buch's Arbeit über die Clymenien und Goniatiten in Schlesien (1839) und durch E. Beyrich(1844) wird der Ebersdorfer Kalk dem Clymenienkalke des Fiehtelgebirges gleichgestellt. Letzterer Forscher stellt das Alter des Kohlenkalkes und der darüber folgenden Calmschichten sicher und erkennt die vorhandene Muldenbildung dieser Schichtenfolge. Nach E. Beyrich studirte E. Tietze (1868) den oberdevonischen Kalk und seine Fauna und gab eine specielle Gliederung des Kalkes. Die Kenntniss der Lagerungsverhältnisse würde von A. Schütze (1882) weiter gefördert. Er erwähnt zunächst den Gabbro an der Südwestwand des Kalkbruches, sodann die Sattelbildong des Oberdevon an seinem nord-westlichen Ende und endlich das Vorkommen von rothem Clymenienkalk über Gabbro im Kalkbruche. Nach dem geschichtlichen Rückblicke giebt Redner seine eigenen Beobachtungen über die Lagerungsverhältnisse am Kalkberge, die in folgenden Sätzen zusammengefasst werden: 1) Die Sattelbildung ist nicht nur auf den äußersten nordwestlichen Theil des oberdevonischen Kalkes beschränkt, sondern macht sich an ihm im ganzen Aufschlüsse geltend, 2) an der Sattelbildung betheiligen sich auch die über dem Clymenienkalk folgenden Gneisssandsteine des Culm. Diese Verhältnisse werden durch Profile erläutert und belegt.