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Über den Geitse! gubib, einen porphyrischen Stratovulkan in Deutsch-Südwestafrika

Schenck, Adolf

Kurzfassung

Dieser isolirte Berg erhebt sich aus der Ebene des Fischflussthales, welches tektonisch einem Graben entspricht, etwa 15 km nördlich von der Missionsstation Bersaba zu einer Höbe von etwa 1740 m oder 680 m über jener Ebene. Er wurde vom Vortragenden am 7. Februar. 1885 bestiegen und in früheren Veröffentlichungen als Porphyrstock bezeichnet. Die mikroskopische Untersuchung der mitgebrachten Gesteine ergab indessen, dass diese sich nicht als massige Porphyre, sondern als klastische Gesteine vom Charakter der Porphyrtuffe erwiesen. In einer Grundmasse, die hauptsachlich aus einem kieseligen Cement zu bestehen, scheint, sind enthalten staubartige Partien, unter denen besonders Eisenoxyd durch seine röthliche Färbung hervortritt; ferner Bruchstücke von Orthoklas, Plagioklas, Quarz, Magnetit u. s. w. In den dichten, sehr harten und muschelig brechenden Gesteinen, welche eine Schichtung erkennen lasse, treten die letzteren zurück und die Grundmasse mit ihren staubartigen Ausscheidungen überwiegt. in den grobkörnigeren Gesteinen von arkoseartigem Typus dagegen sind sie zahlreicher vorhanden. Manche Tuffe enthalten auch Bruchstücke anderer Gesteine, darunter von Granit, der in den benachbarten Tafelbergen des ! Han ± amiplateaus nicht vorkommt und daher wohl aus der Tiefe hervorgebracht wurde.