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Über die Kupfererzlagerstätte von Ookiep in Kleinnamaland.

Schenck, Adolf

Kurzfassung

Gewöhnlich wird diese den gangförmigen Lagerstätten zugezählt und unter diesen auch in dem neu erschienenen Werke von R. Beck (Lehre von den Erzlagerstätten, S. 242) erwähnt Die Mine wurde vom Vortragenden im Jahre 1886 befahren, und die dabei gemachten Beobachtungen, sowie die Untersuchung der mitgebrachten Gesteinsproben ergaben, dass das Vorkommen der Kupfererze kein gangförmiges ist, sondern zum Typus der magmatischen Ausscheidungen gehört. Die Kupfererze (vorwiegend Buntkupfererz (purple ore) und Kupfererz, in geringerer Menge Kupferglanz, daneben etwas Magnetkies, Molybdänglanz u. s. w.) finden sich theils in kleinen Partien eingesprengt, theils in grösseren Ausscheidungen bis zu mehreren Metern Durchmesser in einem dioritischen Gestein, welches fast ganz aus Plagioklas besteht und nur in untergeordneter Weise etwas Biotit, Hornblende und Augit enthält. Dieses dioritische Gestein bildet stockförmige Massen in dem Gneiss, aus dem das Gebirgsland von Klein-Namaland sich zusammensetzt. Die Mine gehört der Cape Copper Mining Co. und liefert jährlich etwa 30000 Tonnen Erz mit einem Durchschnittsgehalt von 27 1/2 pCt. Cu. Nachdem die reinen Erzstücke ausgesondert worden sind, wird der die Erze in feinerer Verheilung enthaltende Diorit gepocht und aufbereitet. Die auf diese Weise erhaltenen, geschlemmten Erzmassen werden in Säcke verpackt und auf einer 92 engl. Meilen langen, mit Mauleseln betriebenen Eisenbahn nach dem Hafen Port Nolloth gebracht, um dort nach Swansea in Wales verschifft zu werden, wo die Verhüttung stattfindet.