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Excursion nach dem Kyffhäuser und Ilfeld unter Führung

Luedecke, O.

Kurzfassung

Am 8. October fanden sich 22 Theilnehmer ein, um der Einladung zur Besichtigung der geologischen Aufschlüsse am Kyffhäuser zu folgen. Am Fusse der Rothenburg angelangt, demonstrirte der Führer die Verwerfung, welche Gneiss neben Buntsandstein legt. Darauf wurde im Dannenbergthale der Gehängelöss mit einheimischen Geschieben besichtigt und sodann auf dem Fusswege über Diorit (Streng) und Gneiss der Aufstieg nach der Rothenburg unternommen; auch ein Granitgang im Diorit wurde anstehend beobachtet. Nach dem Frühstück auf der Rothenburg und der Aussicht auf die Josephshöhe wurde im oberen Steinthale der Quarzdiorit (Luedecke = Dioritgneiss Streng) mit den auf mehrere hundert Meter hier sichtbaren, wunderbar schön aufgeschlossenen Ganggraniten besichtigt. Die Mehrzahl stimmte dem Führer zu, welcher den Quarzdiorit für ein Eruptivgestein erklärte; dafür spricht auch besonders sein Gehalt an Mikropegmatit. Der Quarzgehalt tritt vielfach ganz zurück, so dass Diorit und Quarzdiorit wohl als einheitlicher Gesteinskörper angesehen werden kann, und der Diorit nur Schlieren im Quarzdiorit darstellt. Nach der Rückkehr auf den Horizontal weg, welcher in Mansfelder Schichten verläuft, stieg man zum Granitit im oberen Bornthal ab, besichtigte den mächtigen Granitgang im Quarzdiorit im Bornthal, sowie den Diorit (Augit-baltig). den Porphyr-artigen Gneiss (Dathe) und den Granitit in dem unteren Theile des Braches im Bornthal; auch der sehr gequetschte Granitgang dieses Aufschlusses im Diorit wurde betrachtet. Darauf folgte der Aufstieg auf den Horizontalweg und auf demselben der zum Kyffhäuser; hier konnten alle Varietäten der Mansfelder Schichten: die Sandsteine, die Conglomerate und die Kalke führenden Schieferletten in vielfachen Varianten beobachtet werden; besondere Aufmerksamkeit wandten die Geologen dem Steinbruch in den Sandsteinen des Kyffhäuser Gasthauses, dessen Spalten mit Harnischen, den Araucaroxylon-Stämmen der Sandsteine am Denkmal selbst und den Schieferletten der Kohlstätte zu.