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Ueber Gerölle von Geschiebelehm in diluvialen Sanden.

Hamm, Hermann

Kurzfassung

Etwa eine halbe Wegstunde westlich von der Stadt Osnabrück ; erhebt sich eine breite, flache Anhöhe, auf deren Rücken, ca. 96 m über N. N., das Kaffeehaus Bellevue liegt. Diese Anhöhe besteht in ihrer Hauptmasse ans geschichteten diluvialen Sanden und Kiesen; an ihrer östlichen, der Stadt zugewendeten Seite trägt sie eine 1-2 m mächtige Auflagerung von Geschiebelehm. Sie legt sich mit ihrem Nordrande an das aus Schichten der Keuper- und Muschelkalkformation bestehende westliche Ende des Westerberges. Nordwestlich von ihr befindet sich der Hügel des Colonates Pohlkotte, auf dem ein gelblichgrauer, sandiger, mit festeren Bänken durchsetzter, stark kalkhaltiger Mergel der Oligocänformation erschlossen ist. Auf ein zweites Vorkommen desselben Mergels trifft man einen Kilometer westlich von Bellevue, zu beiden Seiten der von Osnabrück nach Lotte führenden Chaussee, beim Kilometersteine 4,3. Zwischen Pohlkotte's Hügel und dem Westerberge liegt wie eine ca. 300 m breite, von NNW. nach SSO. gestreckte Rinne die Wiesenfläche des Ruppenbruches. Ihr südliches Ende stösst an den Nordwestrand der Anhöhe von Bellevue. In Band 34 dieser Zeitschrift, S. 629, habe ich u. A., aus einer an der nordöstlichen Abdachung dieser Anhöhe liegenden Sandgrube folgendes kleine Schichtenprofil mitgetheilt: Zu oberst Kleine ca. 11/2 m mächtige Decke von braungelbem Geschiebelehm, darunter ein 3-4 m tief aufgeschlossener, hellgrauer Quarzsand mit discordanter Schichtung. Diese Sandgrube ist inzwischen verschüttet worden. Etwa 500 m südlich von ihr, am südöstlichen Abhänge des Hügels, neben der sog. Martinsburg, kann man in einer neueren, dem Herrn Rüschemeier gehörenden Sandgrube, am westlichen Stosse derselben, das folgende Profil beobachten.