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Über die Auffindung der Paludinenbank in dem Bohrloche Carolinenhöhe bei Spandau

Wahnschaffe, Felix

Kurzfassung

Auf dem Rieselgute Carolinenhöhe wurde von der Stadt Charlottenburg im Jahre 1901 eine Brunnenbohrung ausgeführt, von der die Proben von 36 m Tiefe ab durch Herrn Stadtbaurath Bredtschneider der Sammlung der geologischen Landesanstalt überwiesen worden sind. Das Rieselgut Carolinenhöhe liegt 4 km südwestlich von Spandau am südlichen Rande des Berliner Urstromthales an einer Stelle, wo auf den von G. Berendt aufgenommenen geologischen Kartenblättern Rohrbeck und Spandau (Lieferung 11 und 14) unter dem Oberen Geschiebemergel des Judenberges und den sich nach Osten fortsetzenden dünnen Resten desselben der Untere Diluvialsand überall am Gehänge hervortritt und dort, wie dies die neuerdings von der Stadt Charlottenburg angelegten Entwässerungsgräben erkennen lassen, vom Unteren Geschiebemergel unterteuft wird. Das Bohrloch ist in dem unter dem Oberen Geschiebemergel bei Carolinenhöhe zu Tage anstehenden Diluvialsande angesetzt, welcher dem Niveau der Rixdorfer Grandbank mit der Fauna der grossen diluvialen Säugethiere angehört. Bis zu 36 m mit Hülfe des vom Brunnenbaumeister E. Spohn aufgestellten Bohrregisters, und von dieser Tiefe ab auf Grund der von Meter zu Meter vorhandenen Bohrproben ist die nachstehende Bohrtabelle von mir entworfen worden. Ich bemerke noch dazu, dass die von dem genannten Brunnenbaumeister von 19-28,8 m als ,Thon", bezw. ,Thon mit Kies" bezeichnete Probenfolge auf Grund der dort vorhandenen Aufschlüsse als ,Geschiebemergel", bezw. ,Geschiebemergel mit Grandeinlagerung" von mir gedeutet worden ist.