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Revision der tertiären Echiniden Venetiens und des Trentino, unter Mittheilung neuer Formen

Oppenheim, Paul

Kurzfassung

In den letzten Jahren ist theils durch eigene Ansammlungen, theils durch Mittheilungen italienischer Freunde und Erwerbungen von dem zwar durch Krankheit und Alter geschwächten, aber noch immer rührigen Sammler Giov. Meneguzzo eine ganze Reihe von neuen und interessanten Echiniden-Arten aus dem venetianischen Tertiär in meiner Sammlung zusammengekommen oder mir wenigstens zum Studium Überlassen worden. Ein Theil dieser Formen ist von mir bei früheren Gelegenheiten, zuletzt in meiner Priabona-Monographie dem wissenschaftlichen Publikum unterbreitet worden, aber es blieb mir aus anderen Horizonten noch so viel des Unbekannten übrig, dass ich mich zu einer baldigen Bearbeitung entschloss. Nun wollte mir eine einfache Beschreibung des thatsächlich Neuen nicht genügen; unsere Disciplinen fangen an, so in die Breite zu gehen und sich so excentrisch zu verlieren, dass Jeder in seiner Sphäre bemüht sein sollte, die neuen Beobachtungen möglichst innig dem Kerne des bereits Ermittelten anzuschliessen; dies war das stete Bestreben früherer Generationen, Und in diesem Sinne bin auch ich bemüht, meine Aufgabe auffassen. Die Form des kurzen Kataloges, wie sie neuerdings auch z. B. Cossmann handhabt, scheint für derartige Untersuchungen die geeignetste zu sein; sie vermeidet unnütze und rein compilatorische Einzelheiten, trägt das Wesentliche zusammen und hat noch den Vorzug, dass der stete Vergleich der neuen Elemente mit den bereits vorhandenen der Selbstkritik sehr förderlich ist. Sie wurde daher im folgenden gewählt und möglichste Vollständigkeit mit Kürze zu verbinden gesucht. Umfangreiche Synonymenregister sind daher in diesen Blättern nicht enthalten; wer sich über diese Fragen orientiren will, findet sie in einer der angezogenen Publicationen.