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Berichtigung der Angaben E. Dathe's über das Carbon bei Ebersdorf

Frech, Fritz

Kurzfassung

In zwei gleichzeitig erschienenen Mittheilungen deren Umfang mit der geringen Bedeutung des Gegenstandes nicht ganz im Einklang steht, bemüht sich E. Dathe, einige Schlesien betreffende Angaben der jüngst erschienenen Lethaea palaeozoica ,richtig zu stellen". Zunächst fehlt jeder paläontologisch-geologische Beweis, dass der Kohlenkalk von Neudorf derselbe ist, welcher wieder bei Ebersdorf auftaucht. Herr E. Dathe hat zwei Kalkvorkommen gesehen und erklärt, dass dieselben dem gleichen Lager angehören, ohne die Spur eines paläontologischen Beweises auch nur zu versuchen: Erst wenn Productus sublaevis Kon., Spirifer cinctus Keysrl, Sp. convolutus Phill., Sp. duplicicosta Phill. und andere in Schlesien bisher nur bei Neudorf nachgewiesene, niveaubeständige Arten auch bei Ebersdorf gefunden sein werden, lässt sich die Identität der beiden getrennten Kalkvorkommen nachweisen. Ohne Paläontologie keine Stratigraphie! Ebenso unbegründet ist die Behauptung (Jahrb. S. 235), dass der Gabbro des Ebersdorfer Kalkbruches mir unbekannt geblieben sei. Herr E. Dathe beachtet nicht, dass die Darstellung des Handbuches, welches eine bestimmte Materie - hier die Faciesentwickelung des Untercarbons - zur Darstellung bringen soll, sowie die zur Erläuterung des Lehrbuches unternommenen Studentenexcursionen andere Aufgaben verfolgt als die geologische Landesaufnahme in 1 : 25000. Die letztere soll allerdings jede Einzelheit minutiös zur kartographischen oder bildlichen Darstellung bringen; in dem Profil eines Lehrbuches würde eine - noch dazu controverse Einzelheit - nur verwirren, wenn sie wie der Gabbro gar nicht zur Sache (d. Untercarbon) gehört.