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Einige Bemerkungen über die Versteinerungen aus der Kreide von Misburg bei Hannover

Wollemann, A.

Kurzfassung

Herr Zahnarzt Schrammen aus Hildesheim bat in zwei Schriften eine grosse Anzahl Spongien aus dem Senon von Misburg bei Hannover beschrieben und auch die Übrigen in der dortigen Kreide vorkommenden Versteinerungen sehr sorgfältig gesammelt. Die letzteren bat er mir gütigst zur Untersuchung überlassen. Ebenso durfte ich das in der Sammlung der kgl. geologischen Landesanstalt vorhandene Material von Misburg, welches früher durch Herrn Dr. Denckmann gesammelt ist, benutzen. Herrn Schrammen in Hildesheim und der Direction der kgl. geol. Landesanstalt in Berlin spreche ich hiermit meinen verbindlichsten Dank für ihre freundlichen Bemühungen aus. Auch möchte ich nicht unterlassen, an dieser Stelle noch einmal darauf hinzuweisen, dass ich die durch die Herren Pastor und Dr. Denckmann mit grossem Fleiss zusammengetragene bedeutende Sammlung, welche jetzt Eigenthum der kgl. geol. Landesanstalt in Berlin ist, schon wiederholt bei meinen Arbeiten benutzen durfte. Dieselbe wird ohne Zweifel für das Studium der Geologie und Paläontologie Braunschweigs und Hannovers stets eine ganz besonders wichtige Grundlage bilden. In der ersteren der beiden angeführten Schriften giebt. Schrammen auf S. 2 ein Profil der Misburger Kreideformation an, woraus hervorgeht, dass die älteste der dort aufgeschlossenen Schichten der Varianspläner ist. Darüber folgen Brongniartipläner, Granulaten-, Quadraten- und Mukronateusenon. Mehrere der bei normaler Schichtenfolge zu erwartenden Kreideschichten sind also bei Misburg nicht bekannt. Da die Misburger Fauna neben den überall vorkommenden Kreideversteinerungen einige Seltenheiten enthält, überhaupt über dieselbe bislang fast nichts in der Litteratur bekannt geworden ist, so will ich hier eine Liste der mir von dort vorliegenden Formen mittheilen.