Original paper

Ueber das Vorkommen der Dinosaurier bei Szentpéterfalva

Nopcsa jun., Franz Baron

Kurzfassung

Da seit der Zeit, dass zum ersten Male das Vorkommen von Dinosauriern in Siebenbürgen erwähnt wurde, bereits mehr als vier Jahre verflossen sind, und seither ziemlich viel Material aufgesammelt, die genauere Bearbeitung der Reste jedoch verschiedener Umstände wegen auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben werden musste. scheint es mir zweckmässig. an dieser Stelle die Art des Vorkommens der erwähnten Fossilien genauer zu beschreiben, als dies bisher geschehen ist, und eine kurze Uebersicht der bisher bekannten Reste zu geben. Der grossartige Aufschluss von Szentpéferfalva entsteht dadurch, dass sich die von Süd nach Nord fliessende Sibisel von Nuksora an ihr Bett tief in eine diluviale Terrasse eingegraben hat, und die den Untergrund dieser Terrasse bildenden Szentpéterfalvaer Sandsteine bei der Gemeinde Szentpéterfalva an beiden Seiten dieser Erosionsfurche auf eine Lange von über 1 km und eine durchschnittliche Höhe von 50-70 m blosgelegt sind. Von Osten betrachtet, macht es den Eindruck, als ob hier der Bach den Scheitel einer mächtigen Anticlinale angesagt hätte. In einer späteren Arbeit über die Tektonik der Hátszeger Gegend soll auf diese Anticlinale. die zuerst von Herrn Halaváts erwähnt wurde, ausführlich zurückgegriffen werden. Da die Schichten auf diese Weise alle steil gestellt, z. Th. gerade unter die Terrasse einfallen, so ist das Ausbeuten einer fossilreicheren Stelle oft mit grosser Schwierigkeit verbunden, und die zerstreute Art des Vorkommens macht ein bergmännisches Abgraben vollkommen unmöglich.