Original paper

Goniatitenfunde im Devon und im Carbon, speciell im Carbon des Sauerlandes fort

Denckmann, August

Kurzfassung

1. Im Sauerläudischen Untercarbon gliedern sich nach den Untersuchungen des Verfassers und von Dr. H. Lotz die Sedimente im grossen Ganzen folgendermassen: d) Horizont der reinen Plattenkalke, bis weit Ober 100 m mächtig, vielfach als geschätzter Baustein in Steinbrüchen gewonnen. Nach oben hin mit Alaunschiefern wechsellagernd und von Alaunschiefern bezw. von dunklen feinschiefrigen Schiefertonen noch zweifelhafter Stellung überlagert. c) Horizont der Kieselkalke and der Wechsellagerung von Plattenkalken mit Lyditen. Darin strichweise derbe Kalke vom petrographischen Charakter des mitteldevomschen Massenkalkes, b) Horizont der reinen Lydite. a) Horizont der schwarzen Alaunschiefer, z. T. mit Einlagerungen von dunklem, oft kieseligem Plattenkalk. Wie weit diese zunächst rein petrographische Gliederung sich mit der Verteilung der in den Sedimenten enthaltenen Faunen deckt, diese Frage bedarf noch der weiteren Untersuchung. Die Culmsedimente des Sauerlandes enthalten an zahlreichen Stellen Faunen von Goniatiten. Pelecypoden und Brachiopoden. Auch sind Pflanzenreste in den marine Faunen führenden Sedimenten keineswegs selten. H. Lotz hat in der Gegend westlich von Hachen (Blatt Balve) an verschiedenen Punkten eine Goniatitenfauna aufgefunden, welche ausser einer Anzahl speciell charakteristischer Glyphioceraten-Formen u.a. eine neue Dimorphoceras-Art enthält. Die gleiche Fauna wurde vom Vortragenden südlich von Wettmarsen von noch nicht sicher festgestellter Lagerstätte nachgewiesen.