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Zur Discussion über das Profil von Ebersdorf

Gürich, Georg

Kurzfassung

Nach der unten citierten Kritik Dathe's über meine erste kurze, Ebersdorf betreffende Mitteilung habe ich in diesem Frühjahr Gelegenheit genommen, den Kalkbruch im Devon von Ebersdorf noch einmal zu besichtigen. Der in ca. nordsüdlicher Richtung gestreckte Bruch hat einen fast horizontalen Westrand und eine fast gradlinig verlaufende Ostwand. Diese Wand ist in den Kalkberg hinein gerückt und erreicht unter dem Gipfel des Berges ihre grösste Höhe, etwas südlich von der Mitte der Längenerstreckung. Am Nord- und Südende ist die ursprüngliche Böschung des Gehänges erkennbar. Die Ebene des horizontalen Westrandes giebt eine Sohle, die an einigen Stellen bis an die Bruchwand hinanreicht. An mehreren Stellen befinden sich in dieser Sohle tiefere Bruchlöcher, also nachträgliche Vertiefungen des ursprünglich flacheren Bruches. Die bedeutendste Vertiefung liegt am Südende, so dass hier die fast senkrecht aufsteigende Ostwand in der grössten Höhe (etwas über 40 m) entblösst ist. Aus diesem Bruchloche führt ein Stollen nach W. zu einem am Abhange des Berges gelegenen Kalkofen. Dieser Teil möge deswegen der ,Stollenbruch" genannt werden. Nördlich vom Stollenbruch folgt eine Strecke weit die flache Sohle des Westrandes, darauf dann ein weniger tiefer Bruch, in welchen von der südlich davon gelegenen Sohle ein Bremsberg hinabführt; davon ist nur noch die Seilwinde mit Schutzdach vorhanden. Dieser zweite, weniger tiefe Bruch liegt unmittelbar unter den westlich sich über den Westrand erhebenden Gabbroklippen Die Aufschlüsse in demselben bilden die Grundlage meiner Auffassung. Er möge als der Bruch unter den Gabbroklippen bezeichnet werden. Nördlich davon folgt wieder eine flache Sohle, auf welcher nur ein trichterförmiges Loch, mit Schutt vollgerollt und ohne Aufschlüsse, in der Nähe des Nordendes der Gabbroklippe sich befindet.