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Die Gliederung der Schichten in der Goldberger Mulde

Scupin, Hans

Kurzfassung

Dem Riesen- und Isergebirge sind nordöstlich eine Reihe von Mulden vorgelagert, deren Inneres Ablagerungen der oberen Kreide bilden Die letzteren sind im westlichen Teile dieses Gebietes, so in der Gegend von Lähn und Löwenberg bereits mehrfach zum Gegenstande von Specialarbeiten gemacht worden, wogegen die älteren Schichten eine weitergehende Gliederung noch nicht durchweg erfahren haben. Ueber den östlichen Teil des Gebietes sind seit Erscheinen des Roth'schen Werkes speciellere zusammenfassende Untersuchungen nicht veröffentlicht worden, wenn sich auch hier und da kurze Notizen finden, die aber nicht immer, so bei Drescher (a. a. O.) and Williger (a. a. O.). das Richtige treffen. Es mögen daher hier kurz die wichtigsten Resultate einer länger fortgesetzten Begehung des östlichen Abschlusses der Goldberg Hermsdorfer Mühle mitgeteilt werden. Eingehendere Angaben über die stratigraphischen Verhältnisse sowie die Tektonik des Gebietes sollen demnächst in einer ausführlichen Arbeit gegeben werden. Zum Verständnis des Ganzen dürften einige kurze Bemerkungen Ober den Zusammenhang der einzelnen Mulden an der Hand der Roth'schen Karte von Vorteil sein. Die Umrandung sämtlicher Mulden bilden die Schiefer der niederschlesischen Tonschieferformation. Die Hauptrichtung sämtlicher Mulden ist NW-SO. Die südlichste, etwas selbständigere Mulde ist die von Lähn. Sie wird im SO, SW und NO durch die genannten Schiefer abgeschlossen, während im NW das Rotliegende der Löwenberger Hauptmulde das Liegendste bildet. Die nur im NW einheitliche Löwenberger Hauptmulde wird östlich von Löwenberg in der Gegend von Plagwitz durch eine sattelförmige Aufwölbung des Buntsandsteins in zwei Partialmulden geteilt, die südwestliche Löwenberger Specialmulde und die nordöstlicher gelegene, sich weit nach SO erstreckende Goldberg-Hermsdorfer Mulde.