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Die Gliederung des braunen Juras in Polen (d. h. im SW Russisch-Polens, in Ober-Schlesien und im Norden Galiziens)

von Rehbinder, Boris

Kurzfassung

Er berücksichtigt hauptsächlich die den deutschen Geologen wenig zugängliche Litteratur in polnischer und russischer Sprache, sowie die neueste Litteratur überhaupt. - Früher galt als älteste, bestimmt jurassische Bildung in Polen der zur Murchisonae-Zone gehörende Sandstein mit Inoceramus polyplocus und Pecten pumilus. Jetzt ist eine ältere, allerdings keine marine, jurassische Ablagerung nachgewiesen worden: es sind die feuerfesten Thone von Miròw. Grojec, Alwernja u. s. w. in Galizien. Dieselben enthalten eine reiche, hauptsächlich aus Farnen und Cycadaceen bestehende Flora, die nach Baciborrki jünger als die unterliasische Flora von Steiersdorf im Banat und älter als diejenige des Doggers von Scarborough (England) ist. - Sodann weist Redner auf die Unsicherheit des Alters verschiedener fossilleerer Sandsteine und Mergel von Koscielec, Lysiec und Siedlec hin, denen von verschiedenen Autoren ein recht verschiedenes Alter: von Keuper an bis incl. die Zone des Stephanoceras Humphriesi zugeschrieben wurde. Da jedoch alle diese Meinungen lange vor den neuesten Forschungen im unteren Braunen Jura Polens ausgesprochen wurden, hat es wenig Zweck, dieselben ausführlich zu betrachten; Redner geht daher zur Besprechung des Alters der ans den nördlichen und mittleren Teilen des Gebietes als ,Parkinsoni-Thone" längst bekannten grauen Thone mit Spbaerosiderit über. - Das Neueste darüber bietet die vorläufige Mitteilung Siemiradzki's, der in diesen Thonen ausser der Parkinsoni-Zone noch diejenigen mit Stephanoceras Humphriesi und Hammatoceras Sowerbyi entdeckt hat.