Original paper

Die Dyas und Trias an der holländischen Grenze

Müller, Gottfried

Kurzfassung

Ausgangspunkt der betreffenden Untersuchungen war die Kohlenbohrung bei Vreden unweit Ahaus. Dort hatte man unter, Diluvium, Tertiär, Wealden (zusammen 174 m) und Muschelkalk (37 m) 27 m Röthsalze gefunden im ganzen 749 m Buntsandstein, darunter noch Zechstein mit Steinsalz (264 m). Die Bohrung wurde leider nicht bis zum Carbon durchgefübrt. Sodann legte er Kupferschiefer mit Palaeoniscus Freieslebeni und Ullmannia Bronni, und Zechstein aus dem Schacht II der Zeche Gladbeck in Westfalen vor und teilt als Gesammtprofil eines Bohrloches bei Wesel das Folgende mit: marines Miocän, Ober-, Mittel- und Unter-Oligocän (224 m). Unterer Muschelkalk 17 m. Buntsandstein (hier salzfrei. 725 m). Zechstein mit Salzlagern, zu unterst Kupferschiefer (275 m) und Carbon (bis 1261,50 m); er spricht die Ansicht aus, dass hier ein Uebergang zu der englischen Entwicklung der Trias und Dyas vorliege. Schliesslich zeigte sich in einer Tief bohrung im Dorfe Hervest nördlich Dorsten a. d. Lippe, dass sich dort der cenomane Grünsand auf den Unteren Zechstein (7 m) mit Ullmannia Bronni legte. Der Zechstein begann, wie in den Bohrungen südlich Dorsten (Kirchheller Heide) und in den Schächten der Zechen Gladbeck und Graf Moltke, mit einer wenig mächtigen Conglomeratschicht mit geringer Erzführung, auf die sich dann der vollkommen erzfreie Kupferschiefer mit Palaeoniscus Freieslebeni legte. Sowohl bei Wesel wie in Bohrungen in der Umgebung von Dorsten waren die vom Zechstein überlagerten Schiefertone des Carbon stets rot bezw. gelbbraun gefärbt, was bei den von der oberen Kreide direct überlagerten Carbonschichten bisher nie beobachtet wurde.