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Aspidiaria

Fischer, Fkanz

Kurzfassung

Nach einigen einleitenden Worten, in denen der Vortragende der älteren Namen und vielumfassenden Benennungen, wie z. B. Phyfolithus, Lepidotis u. a., für diejenigen Pflanzenreste gedachte, welche z. T. anfänglich für Fischschuppen gehalten, dann nach Erkennung ihrer Baumrindennatur als Schuppenpflanzen bezeichnet und von Sternberg, 1820. als Gattung Lepidodendron aufgestellt wurden, gab er eine kurze Schilderung der Oberflächenskulpturen, die die Merkmale für die Einteilung der Lepidodendron-Arten abgeben. Der Vortragende machte die Mitteilung, dass er bei seinen unter der Anleitung des Herrn Prof. Potonié betriebenen Studien der Lepidodendron-Reste in der kgl. Geol. Landesanstalt in Berlin und bei den Nachforschungen in der Litteratur bereits über 200 Artnamen aufgestellt gefunden habe, eine Anzahl, deren Grösse vielfach durch die oftmals recht, geringen botanischen Kenntnisse mancher Paläontologen erklärlich wird. Viele von den vermeintlichen Lepidodendron-Resten sind bereits richtig gedeutet worden, immerhin ist die Anzahl eine so grosse, dass ihre Sichtung mit gleichzeitiger Berücksichtigung ihres Wertes für die geologische Horizontierung eine lohnende Arbeit sein wird. Eine starke Reducierung auf eine bedeutend kleinere Anzahl gut erkennbarer Arten wird hoffentlich möglich sein und auch wohl mehr den Tatsachen entsprechen, denn von der Beobachtung an unseren heutigen Wäldern ausgehend, welch' letztere wir stets nur aus sehr wenigen Arten derselben Gattung aufgebaut sehen, kann wohl angenommen werden, dass diese Verhältnisse auch bei der Bildung der paläozoischen Waldmoore geherrscht haben. Im zweiten Teile des Sternberg'schen Werkes wurde von Presl, 1838. die Gattung Aspidiaria aufgestellt, wozu er namentlich die Palmacites-Arten Schlotheim's und gewisse Lepidodendron-Species Sternberg's verwendete.