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Der Vulkan der Insel Una Una (Nanguna) im Busen von Tomini, Celebes

Wichmann, Arthur

Kurzfassung

In der zweiten Hälfte des Jahres 1898 gelangten die ersten Berichte nach Europa über heftige Ausbrüche, deren Schauplatz ein auf der Insel Una Una sich befindender Vulcan war. Obwohl ein derartiger Berg in keinem Vulcanenkataloge aufgeführt und ebensowenig Eruptionen eines solchen in historischer Zeit bekannt geworden sind, fehlt es doch nicht an Angaben, die seine vulkanische Natur darzuthun vermochten. Una Una oder - wie sie von den Eingeborenen gewöhnlich genannt wird - Nanguna ist eine der Togian- (Togean) oder Schildkröten-Inseln, die sich inmitten des Tomini-Busens erheben. H. von Rosenberg sagt von diesen, dass auf den Inseln Togian und Bubungko Berge vorhanden seien, unter denen als höchster der Zwillingsberg bei dem Kampong Togian erscheine (ca. 800 Fuss). Die erstgenannte Insel sei ferner durch Hebung entstanden, was bereits aus dem Umstände hervorgehe, dass Ueberreste von Korallen aut den höchsten Gipfeln gefunden würden. Die Gesteine, welche sich an der Zusammensetzung der verschiedenen Hügel betheiligen, sind, den Angaben desselben Reisenden zufolge, Kalksteine mit Muschelresten und Sandsteine, während die kleineren Inseln als alte Korallenbänke betrachtet werden. Una Una wird nicht besonders erwähnt. A. Frenzel beschreibt von den Togian-Inseln dagegen, und zwar auf Grund der Sammlungen von A. B. Meyer, jungeruptive Gesteine, nämlich Augitandesit, sowie ein aus Sanidin und Hornblende bestehendes Gestein. Für die Richtigkeit der Fundortangabe ist indessen nicht in ausreichender Weise Gewähr geleistet worden. Einige ausführlichere Mittheilungen hat man G. W. W. C. Van Hoëvell zu verdanken, denen zufolge die ganze Gruppe sich aus etwa 30 grösseren und kleineren Inseln zusammensetzt. Als die grössten werden bezeichnet: Togian, Binang-Unang, Masapi, Lebiti, Batudata, Malinggi. Walea kiki, Walea daä.