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Die Organisation und systematische Stellung der Asterolepiden

Jaekel, Otto

Kurzfassung

Als Asterolepiden werden gegenwärtig die Gattungen Asterolepis Eichw. 1840; Pterichthys (Mill.) Ag. 1846; Bothriolepis (Eichwald) Tkaqu. und Microbrachius Traquair zusammengefasst. Alle gehören der typischen Oldredfacies und aller Wahrscheinlichkeit nach nur dem mittleren und oberen Devon an. Ihr bekanntester und häufigster Vertreter ist Pterichthys Mitten Ag. aus dem Old red sandstone von Lethen Bar und anderen Fundorten in Schottland. Von dort sind viele Hundert Exemplare in alle geologischen und paläontologischen Museen gelangt. Abbildungen dieses abenteuerlichsten aller Wirbeltiertypen haben in allen Handbüchern Aufnahme gefunden. Aus später erörterten Gründen habe ich Pterichthys Ag. als Synonym von Asterolepis Eichw. betrachtet und durch letztere Bezeichnung ersetzt. Nachdem Eichwald (1) zuerst Asterolepidenreste aus Russland beschrieben und vorläufig benannt, und Agassiz (2) ihre systematische Stellung bei den Fischen mit Hilfe der schottischen Exemplare erkannt hatte, gab Ch. Pander (H) die erste klarere Beschreibung ihrer Organisation auf Grund sorgfältigen Vergleiches der russischen und schottischen Reste. Er gelangte sogar zu einer ziemlich richtigen Rekonstruktion, die man für jene Zeit als bewundernswert bezeichnen darf. R. H. Traquair (9, 12) hat dann, auf ein sehr reiches Sammlungsmaterial gestutzt, sorgfältige Umrisszeichnungen der einzelnen Knochenstücke ihres Panzers gegeben und durch eine verbesserte Rekonstruktion erläutert, die in allen Lehrbüchern der Paläontologie aufgenommen ist. Während Pander die Asterolepiden als Placodermen mit den Coccosteiden zusammenstellte, und Traquair diese Auffassung nicht prinzipiell änderte, hat E. Cope die starke Abweichung der Asterolepiden von dem sonstigen Bau der Wirbeltiere schärfer betont und ihnen eine Stellung bei den niedersten Vertebraten, den kieferlosen Agnatha zugewiesen.