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Berichtigung einiger Angaben des Herrn E. Beck über ,Die Nickelerzlagerstätte von Sohland a. d. Spree und ihre Gesteine."

Dieseldorff, Arthur

Kurzfassung

Das Heft 2 des Bandes 55 dieser Zeitschrift bringt auf Seite 296 bis 304 nebst 3 Tafeln einen Teil eines Aufsatzes des Herrn Prof. Dr. Beck an der königl. sächs. Bergakademie zu Freiberg, der eine Richtigstellung vor dem Erscheinen des zweiten Teils des Aufsatzes meinerseits erfordert. Herr B. Beck spricht auf S. 299 von einem erzführenden Salbande, das an vier von ihm genannten Punkten aufgeschlossen und auf etwa 700 m Länge sicher nachgewiesen sei. Abgesehen davon, daß eine genaue Untersuchung der Erzlagerstätte die Anwendung des Begriffs ,Salband" nach der von Herrn R. Beck in seinem Lehrbuch 1. Aufl. S. 127 gegebenen Erklärung nicht erlaubt, muß dagegen protestiert werden, daß ein Erzmittel auf 700 m Länge ,sicher" nachgewiesen ist. Da ich vom 22. November 1902 bis zum 31. Oktober 1903 als Mitbesitzer und als Betriebsdirektor der Firma Dr. Dieseldorff & Co. zu Sohland, welcher das Herbergsche Grubenfeld und der Fundschacht bis zum 1. November 1903 gehörten, in Sohland mich aufhielt, so kenne ich dieses, wie dessen Umgebung in bergbaulicher und geologischer Hinsicht ganz genau. Da Bergbaulustige oder Sohländer Grundbesitzer auf Grund des genannten Aufsatzes kostspielige und den derzeitigen Umständen nach erfolglose Schurfversuche unternehmen könnten, so kann ich solche unrichtigen Angaben nicht unwidersprochen lassen. Ich werde sie im Folgenden widerlegen und bemerke, daß die derzeitigen geringen Aufschlüsse (s. u. unter A I und A II) unter Tage - über Tage gibt es keine - überhaupt nur ein vorsichtiges Urteil rechtfertigen.